Hackintosh: Einen Mac selber bauen

Einen Mac selber bauen

Apple Produkte haben ihren Preis, und zwar einen relativ hohen. Die Alternative? Selber machen! Einen Mac selber bauen, also einen sogenannten „HackMac“ bzw. „CustoMac“ zusammenzustellen, bedeutet eigentlich nichts anderes als Apples Betriebssystem OSX auf „Nicht-Apple-Hardware“ zu installieren. Natürlich ist das von Apple nicht unterstützt und auch nicht so vorgesehen. Deshalb muss möglichst Hardware verbaut werden, welche ähnlich dem Original ist und von der Hackintosh Community unterstützt wird.

Hardware

Der Gesamtpreis beträgt knapp 730€ und somit fast die hälfte günstiger als ein vergleichbarer Apple Mac Mini. Auf eine Grafikkarte wurde verzichtet, da die On-Board Grafikkarte für Büroanwendungen und kleine Spiele vollkommen ausreicht. Da das Gehäuse recht klein und eng ist wurde zusätzlich ein effektiverer CPU-Kühler verbaut.

Netzteil, Festplatte, Mainboard, CPU Gigabyte Z97 Original Kühler Vergleich Mainboard im Gehäuse Mainboard im Gehäuse mit Kühler

UniBeast USB-Stick

Um OSX auf den PC zu installieren muss zuvor ein mindestens 8GB großer USB-Stick vorbereitet werden. Um diesen für die Installation zu nutzen, wird außerdem ein Mac und die Tools UniBeast und MultiBeast benötigt.

Der USB-Stick wird mit einem Mac verbunden und unter Dienstprogramme das „Festplattendienstprogramm“ geöffnet. Nun wird der USB-Stick ausgewählt und unter „Partitionen“ im Dropdown-Menü „1 Partition“ ausgewählt. Unter „Optionen“ muss als Partitions-Schema „Master Boot Record“ ausgewählt werden. Nachdem mit „OK“ bestätigt wurde, kann der USB-Stick noch benannt werden. Letzten Endes wird die Formatierung noch auf „Mac OSX Extendet Journaled“ gestellt und nach einem Klick auf „Übernehmen“ und „Partitionieren“ beginnt die Formatierung.

Ist das Festplattendienstprogramm fertig, kann die „Mac OSX Yosemite Installation“ aus dem Mac App Store heruntergeladen werden. Das zuvor heruntergeladene „UniBeast“ kann nun gestartet und solange mit „Continue“ bestätigt werden, bis auf dem Auswahlbildschirm das zuvor vorbereitete Laufwerk zu sehen ist. Der USB-Stick wird ausgewählt und wieder mit „Continue“ bestätigt. Im „Select OS Installation“-Fenster wird in diesem Fall „Yosemite“ ausgewählt und mit „Continue“ bestätigt. Im nächsten Fenster wird „Legacy USB Support“ ausgewählt. Nachdem auch dieser Schritt bestätigt wurde, muss noch das Admin-Passwort eingegeben werden und die Installation beginnt.

Sobald Unibeast fertig ist, kann das zuvor heruntergeladene MultiBeast auf diesen kopiert werden. Nun kann der USB-Stick an dem Hackintosh angeschlossen werden.

BIOS Einstellungen

Bevor die Installation beginnen kann, muss noch ein Blick in das BIOS geworfen werden. Durch drücken der Entfernen Taste, während des Bootvorgangs, gelangt man ins BIOS, wo folgende Einstellungen vorgenommen werden müssen:

  • VT-d deaktivieren
  • Windows 8 Feature auf „Other OS“
  • SATA Modus auf AHCI

Generell gilt, auch für andere Mainboards, dass VT-d, CFG-Lock und Secure Boot Mode deaktiviert sein muss und SATA im AHCI Modus verwendet wird. Außerdem empfiehlt es sich den USB-Stick als Boot-Medium auszuwählen. Alternativ kann dies natürlich auch über das Bootmenü geschehen.

Yosemite installieren

Nachdem erfolgreich in das Mac OSX Yosmite Installationsprogramm gebootet und die Sprache ausgewählt wurde, muss unter „Utilities“ wieder das „Festplatten-Dienstprogramm“ ausgewählt werden. Die Festplatte, auf welcher das Betriebssystem installiert werden soll, wird als „Mac OS Extended (Journaled)“ formatiert. Zusätzlich wird unter Optionen die GUID-Partitions-Tabelle als Partitions-Schema auswählt und dem Laufwerk ein Name zugeteilt.

Wenn nach einen Klick auf „Übernehmen“ die Formatierung und Partitionierung fertig ist, kann die Installation gestartet werden. Ist diese abgeschlossen, kann das System neugestartet werden. Da das Laufwerk jedoch noch nicht bootfähig ist, muss nun noch einmal vom USB-Stick gebootet werden. Wenn Chimera erscheint wird die zuvor durchgeführte Installation ausgewählt und abgeschlossen.

Letzten Endes muss nur noch das zu Beginn heruntergeladene MultiBeast gestartet werden. Damit können die letzten fehlenden Treiber für Netzwerk, Grafik, etc. installiert und weitere Konfigurationen durchgeführt werden. Nach einem Klick auf „Build“ und „Install“ kann das System neugestartet werden.

Voilà! Das System sollte nun automatisch in das installierte Mac OSX Yosemite booten.

Fazit

Wenn man sich für einen CustoMac entscheidet, sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine „Bastellösung“ handelt und daher mehr Zeit investiert werden muss, als wenn man eine fertige originale Lösung erwirbt.

Ein Vorteil ist, dass das System leicht im Dual-Boot bzw. Tripple-Boot mit Windows und Linux betrieben werden kann ohne virtuelle Maschinen verwenden zu müssen.

Das gezeigte System läuft seit einigen Monaten stabil und ohne gröbere Probleme. Das verwendete Mainboard hat zwar On-Board WIFI, jedoch konnten bislang die WLAN Treiber nicht installiert werden.

Für weitere Hardware Zusammenstellungen, Anleitungen und Tools lohnt sich ein Blick auf tonymacx86.com.

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Einst gelernter Werkzeugbautechniker, habe ich vor etlichen Jahren mein Leben der Informatik verschrieben. Zur Zeit studiere ich noch Informatik auf der Fachhochschule Technikum Wien und beschäftige mich am liebsten mit Java, Android und Elektronik.

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